Performance | Residency

Mission Mustang

KRA International und Theaterland

In einem temporären Autokino verhandelt das Duo KRA die Frage nach Mobilität, nimmt Abschied vom Auto und löst dabei selbstverständlich die Klimakrise.

TERMIN

KRA International und Theaterland

KRA löst alle Konflikte der Welt.
Aktuell widmet sich das Duo der Klimakrise – weil alle anderen längst resignieren.

MISSION MUSTANG (ehemals Mission Motor) ist ein performatives Abschiedsritual vom Auto. Für die Theatertage Stainach verwandelt KRA den ehemaligen Hofer-Parkplatz in der Bahnhofstraße in ein temporäres Autokino und verhandelt dort die Verkehrswende nicht als technisches Problem, sondern als emotionalen Prozess.

Zwischen Live-Film, Performance und Autoradio wird das Fahrzeug zum Symbol für erschöpfte Machtansprüche und männlich codierte Freiheitsversprechen. Es ist keine Anklage, sondern eine letzte Liebeserklärung an einen Pop-Mythos, der uns lange getragen hat und nun bricht.

Die Arbeit entsteht im Rahmen einer einwöchigen Residency bei den Theatertagen Stainach. Während dieser Zeit recherchiert KRA vor Ort zu Mobilität, öffentlichem Raum und den emotionalen Bindungen, die Menschen mit dem Auto verbinden. Die Präsentation im Autokino ist das Ergebnis dieses Arbeitsprozesses – ein Zwischenstand, der die Recherche öffentlich macht und das Publikum in die künstlerische Untersuchung einbezieht.

Fotos:
Header: © Katharina Wraubek
About the Artists: © Marlen Weingartmann & Tim Hab

ABOUT THE ARTISTS

KRA rettet die Welt. Während die Politik stagniert und die Gesellschaft resigniert, rücken Nora Köhler und Vera Kopfauf aus, um globale Krisen im vermeintlich Kleinen anzugehen. Als interdisziplinäres Performancekollektiv übersetzt KRA gesellschaftliche Themen in hybride, oft absurde Formen zwischen Performance, politischer Aktion und satirischer Intervention. Ihre Arbeiten verbinden Live-Performance, Film, Musik und installative Elemente und entstehen häufig aus Recherchen vor Ort. Durch das bewusste Verwischen von Fiktion und Realität befragt KRA globale Machtverhältnisse und etablierte Erzählungen. Wer darf die Welt retten? KRA liefert darauf keine eindeutige Antwort, sondern eröffnet ein vielstimmiges Experiment, das unsere Vorstellungen von Zukunft neu verhandelt.

Performance, Konzept & Regie

Vera Kopfauf

Nora Köhler

Heiki Riipinen

Musik

Jakob Kolb

Videotechnik & Dramaturgie

Moritz Ostanek